Vinckensteiner [vs]
Evolution in Aktion

Käferspiel

Friss so viele Käfer wie du finden kannst und du wirst erkennen, dass es beim Überleben weniger um Kraft und Stärke geht, sondern darum, wie gut Lebewesen an ihre Umwelt angepasst sind.

So wird gespielt

Klick mit der Maus oder am Tablet mit dem Finger möglichst rasch auf möglichst viele bunte Käfer. Nach 30 Sekunden oder wenn nur noch 12 Käfer übrig sind, vermehren sich die überlebenden Käfer bis insgesamt wieder 60 Käfer da sind. Die Jungen haben übrigens nur einen Elternteil und von dem erben sie ihre Farbe.

Nach drei Generationen ist das Spiel zu Ende und es wird dir angezeigt, welche Käfer in jeder Generation überlebt haben.

Was lernen wir daraus?

Bei diesem Spiel kannst du beobachten, wie Anpassung durch natürliche Auslese (Selektion) und Vererbung vor sich geht. Dabei bist du oder vor allem deine Augen für die Auslese zuständig. Vererbt werden dann immer die Eigenschaften der Überlebenden, also ihre Farbe.

Du hast vielleicht schon mal "Survival of the Fittest" gehört, was gerne falsch als das Überleben des Stärksten übersetzt wird. Beim Überleben geht aber weniger um Stärke sondern um die bestmögliche Anpassung. So werden die roten Käfer auf Erdbeeren bessere Überlebenschancen als die gelben, obwohl sie kein bisschen stärker sind.

Beim Überleben spielt natürlich auch Glück eine Rolle. Ein roter, auf reifen Erdbeeren fast unsichtbarer Käfer wird sofort entdeckt, wenn er unglücklicherweise auf einem grünen Erdbeerblättchen sitzt.

Durch die immer bessere Tarnung wird es für dich Insektenfresser von Generation zu Generation schwieriger satt zu werden. Die Anpassung der Beutetiere wirkt sich also auch auf die Räuber aus: Räuber mit schärferen Augen kriegen mehr ab, überleben eher und können dadurch auch mehr scharfäugigen Nachwuchs erzeugen.

Für alle, die es genau wissen wollen ...

Vor einem markanten Hintergrundbild erscheint eine Anfangspopulation von Käfern in zehn Farben; von jeder Farbe gibt es gleich viele Käfer. Der Spieler hat eine gewisse Zeit um Käfer durch Anklicken zu "fressen". Danach reproduzieren sich die verbliebenen Käfertypen proportional ihrer Häufigkeit bis zur Anfangspopulationsstärke. Die Reproduktion erfolgt asexuell und mit identen Nachkommen. Die Eltern werden eliminiert und ihre Nachkommen verteilen sich wieder zufällig auf dem gleichen Hintergrundbild.

Nach drei Generationen ist das Spiel zu Ende. In der Auswertung werden die Abundanzen in jeder Generation in Form der Käfergrößen veranschaulicht.

Neue Spiele, auch über die Neustart-Taste, starten mit einem anderen Hintergrundbild. Momentan wechseln sich vier Hintergrundbilder ab.

Dieses Programm führt vor Augen, dass es beim Schlagwort "Survival of the Fittest" weniger um Kraft und Stärke geht, sondern darum, wie gut ein Lebewesen an seine Umwelt angepasst ist. Oft zeigt sich auch, dass Glück eine Rolle spielen kann. Gerade bei so kleinen Populationen ist auch die bestangepasste Varietät mit etwas Pech rasch ausgelöscht, wenn die Individuen zufällig gerade am falschen Platz sind (Schlagwort: Gendrift).

© 2014, Vinckensteiner Rätsel und Denkspiele [vs], Karin Vincke und Klaus Steiner, Graz. Alle Rechte vorbehalten.

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